VERGLEICH 2026: E-MTB-Hardtails mit starken Mittelmotoren
1. Für wen ist diese E-MTB-Hardtail-Kategorie gedacht?
Diese Kategorie richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die auf Asphalt, Schotter, Forstwegen und festen Waldpfaden unterwegs sind und dafür mehr Motorreserve als bei einem klassischen Trekking-E-Bike suchen. Ein Hardtail bleibt konstruktiv einfacher als ein Fully und passt gut zu Touren, bei denen ein direktes Fahrgefühl und ein überschaubarer Wartungsaufwand wichtiger sind als Federung am Hinterbau. Einen breiteren Einstieg in die verschiedenen Kategorien bietet unsere Übersicht aktueller E-Bike-Vergleiche.
Besonders sinnvoll ist ein kräftiges E-MTB-Hardtail auf hügeligen Strecken, bei häufigen Anstiegen oder wenn das Rad mit höherer Unterstützung gefahren wird. Auf groben Trails und schnellen, technisch anspruchsvollen Abfahrten bleibt ein Fully die passendere Lösung. Für lange Touren auf gemischtem Untergrund kann ein gut abgestimmtes Hardtail dagegen die vernünftigere und häufig günstigere Wahl sein.
Im Mittelpunkt stehen Mittelmotor, Drehmoment, Akku, deklarierte Reichweite, Federweg, Reifenbreite, Bremsen, Schaltung und Gewicht. Ein hoher Nm-Wert kann beim Anfahren und an Steigungen hilfreich sein, sagt allein aber noch wenig über das gesamte Rad aus. Wie sich 85, 100 und 120 Nm beim E-MTB sinnvoll einordnen lassen, erklären wir deshalb in einem eigenen Beitrag.
Auch ein großer Akku ist nur dann ein Vorteil, wenn er zum Einsatz passt. Er schafft Reserven für Höhenmeter und längere Strecken, erhöht aber meist Gewicht und Preis. Wer Motorleistung zusätzlich über Watt und die rechtliche Einordnung verstehen möchte, findet dazu unseren Beitrag über 500-Watt-E-Bikes, Leistung und Zulassung. Für dieses Ranking zählt am Ende nicht der höchste Einzelwert, sondern wie nachvollziehbar Motor, Akku, Fahrwerk und Preis zusammenpassen.
2. Liste der E-Bikes in unserem Vergleich
Mondraker Prime R 2026 – 4.599 €
Merida eBIG.NINE 400 – 3.599 €
Ghost E-Teru Advanced 2026 – 3.499 €
Scott Aspect eRIDE 920 – 3.299 €
Raymon HardRay 720 – 3.199 €
Cube Reaction Hybrid Pro 800 – 3.199 €
BH Atom 29 – 2.999 €
Ecobike RX500 – 2.949 €
Orbea Urrun 30 2026 – 2.899 €
Haibike AllTrack 7 29 – 2.599 €
Conway Cairon S 2.0 500 – 2.299 €
3. Modell, das uns besonders aufgefallen ist

Beim Ecobike RX500 fällt weniger ein einzelnes Premiumbauteil als die ungewöhnliche Kombination der Eckdaten auf. 130 Nm, 960 Wh, 175 km Herstellerangabe und 66 mm breite Reifen stehen einem Preis von 2.949 € gegenüber. Damit richtet sich das Rad an Käufer, die Motor- und Akkureserve höher gewichten als eine besonders exklusive Schaltgruppe oder das niedrigste Gewicht im Vergleich.
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4. Wie ist die TPI-Punktzahl zu lesen?
Der TPI ordnet Preis, technische Daten und Ausstattung innerhalb dieser konkreten Vergleichsgruppe ein. Er ersetzt weder einen Fahrtest noch eine Labormessung und ist keine allgemeingültige Qualitätsnote. Ein hoher Wert zeigt, dass ein Modell gemessen an seinem Preis viele relevante Eigenschaften zusammenbringt.
Bei einem E-MTB-Hardtail kann ein Spitzenwert leicht zu viel versprechen. 120 oder 130 Nm nützen wenig, wenn Bremsen, Reifen oder Übersetzung nicht zum Einsatz passen. Ebenso macht ein großer Akku ein Rad nicht automatisch besser, wenn er hauptsächlich zusätzliches Gewicht mitbringt und auf den geplanten Strecken kaum genutzt wird.
Bewertet wird deshalb das Zusammenspiel aus Motor, Akku, Reichweitenangabe, Fahrwerk, Reifen, Bremsen, Antrieb und Gewicht. Die Bezeichnung E-Bike-Mittelmotor-Testsieger beschreibt hier nur eine Rolle innerhalb dieses Datenvergleichs. Sie bedeutet nicht, dass ein Modell für jeden Fahrer oder jedes Gelände die beste Wahl ist.
Auch die drei Auszeichnungen beantworten unterschiedliche Fragen. Der Preis-Leistungs-Sieger bietet besonders viel Gegenwert fürs Geld. Der Komfort-Sieger setzt den klarsten Schwerpunkt auf Federweg und eine tourentaugliche Hardtail-Basis. Der Technik-Sieger überzeugt mit der hochwertigsten Kombination aus Motorplattform, Schaltung und Bremsen.
In die Berechnung fließen Preis, Motor, Drehmoment, Akku, deklarierte Reichweite, Schaltung, Federweg, Reifenbreite, Bremsen und Gewicht ein. Der beste Datenwert einer Kategorie erhält die volle Punktzahl, die übrigen Modelle werden relativ dazu eingeordnet. Herstellerangaben zur Reichweite bleiben dabei Vergleichswerte und keine unter identischen Bedingungen gemessenen Ergebnisse.
Lesen Sie, wie wir die Formel für die TPI-Berechnung entwickelt haben
5. TPI-Punktetabelle der verglichenen E-Bikes
| Platz | Modell | Preis | Motor | Drehmoment | Akku | Reichweite | Antrieb / Schaltung | Federweg der Gabel | Reifenbreite | Bremsen | Gewicht | TPI-Score | Auszeichnung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Cube Reaction Hybrid Pro 800 | 21,2 | 20 | 4,8 | 5,5 | 9,3 | 9 | 5,8 | 2 | 10 | 6,5 | 94 | Technik-Sieger |
| 2 | Haibike AllTrack 7 29 | 23,5 | 19 | 4 | 5,2 | 8,9 | 8,5 | 6 | 1,9 | 9,1 | 6,4 | 92,6 | Komfort-Sieger |
| 3 | Ecobike RX500 | 22,1 | 17,9 | 5 | 6 | 10 | 7,9 | 5,8 | 2 | 9,1 | 6,4 | 92,1 | Preis-Leistungs-Sieger |
| 4 | Conway Cairon S 2.0 500 | 25 | 19,5 | 4,4 | 4,3 | 7,6 | 7,9 | 5,8 | 1,9 | 9,1 | 6,6 | 92 | - |
| 5 | Ghost E-Teru Advanced 2026 | 20,3 | 19,5 | 4,4 | 5,5 | 9,3 | 8,2 | 5,3 | 1,9 | 9,1 | 6,4 | 89,8 | - |
| 6 | BH Atom 29 | 21,9 | 17,9 | 3,9 | 5,2 | 8,9 | 8,2 | 5,8 | 1,9 | 9,1 | 6,6 | 89,3 | - |
| 7 | Scott Aspect eRIDE 920 | 20,9 | 19,5 | 4,4 | 4,7 | 8,3 | 8,2 | 5,8 | 1,9 | 9,1 | 6,5 | 89,2 | - |
| 8 | Orbea Urrun 30 2026 | 22,3 | 18,4 | 4 | 4,5 | 8,3 | 7,6 | 5,8 | 1,9 | 9,1 | 7 | 88,9 | - |
| 9 | Raymon HardRay 720 | 21,2 | 18,4 | 3,8 | 5,2 | 8,6 | 8,2 | 5,8 | 1,9 | 9,1 | 6,6 | 88,7 | - |
| 10 | Mondraker Prime 29 | 20,3 | 19 | 4 | 4,8 | 8,6 | 7,9 | 5,8 | 1,9 | 9,1 | 6,6 | 88 | - |
| 11 | Merida eBIG.NINE 400 | 20 | 18,4 | 4 | 4,9 | 8,6 | 7,9 | 5,8 | 1,9 | 9,1 | 6,6 | 87,2 | - |
6. Preis-Leistungs-Sieger
Ecobike RX500 (92,1 TPI-Punkte)

Das Ecobike RX500 gewinnt die Preis-Leistungs-Wertung, weil sein Preis vor allem in zwei kostspieligen Bereichen Wirkung zeigt: Motor und Akku. Der Ananda M100 liefert 130 Nm, der Akku fasst 960 Wh, und der Hersteller nennt bis zu 175 km Reichweite. Für 2.949 € ist diese Kombination im Vergleich ungewöhnlich. Sie passt zu Fahrern, die häufig Höhenmeter sammeln, längere Touren planen oder eine große Reserve für hohe Unterstützungsstufen wünschen.
Der übrige Aufbau ist funktional und klar auf Nutzwert ausgerichtet. Shimano Deore 10-fach, 120 mm Federweg, 29-Zoll-Laufräder und 66-mm-Reifen passen zu Schotter, Forstwegen und festen Trails. Mit rund 26,5 kg ist das RX500 allerdings kein leichtes Hardtail. Auch die hydraulischen Bremsen mit 180-mm-Scheiben bleiben einfacher als die Shimano-MT420-Vierkolbenanlage des Cube. Wer besonders hochwertige Schalt- und Bremskomponenten sucht, findet bei teureren Modellen überzeugendere Lösungen.
Am nächsten kommt das Conway Cairon S 2.0 500, das für 2.299 € einen Bosch-CX-Motor mit 100 Nm bietet, mit 500 Wh und 100 km Herstellerangabe aber deutlich weniger Reichweitenreserve besitzt. Haibike ist günstiger, federt mit 130 mm länger und bringt einen guten Deore-12-fach-Antrieb mit, bleibt jedoch bei Akku und Drehmoment zurück. Cube bietet für 250 € mehr die hochwertigere Schaltung, stärkere Bremsen und Bosch CX Gen5, während BH mit 720 Wh und 80 Nm keine ähnlich klare Preis- oder Technikspitze setzt. Das RX500 gewinnt daher nicht über die edelsten Komponenten, sondern über die stärkste Verbindung aus Preis, Drehmoment und Akkukapazität.
7. Komfort-Sieger
Haibike AllTrack 7 29 (92,6 TPI-Punkte)

Das Haibike AllTrack 7 29 erhält den Komfort-Sieg vor allem wegen seiner 130-mm-Gabel. Kein anderes Modell in diesem Feld bietet mehr Federweg an der Front. Zusammen mit 29-Zoll-Laufrädern, etwa 60 mm breiten Reifen und Shimano Deore 12-fach entsteht ein Hardtail, das für unruhige Forstwege und längere Strecken mit wechselndem Untergrund sinnvoll dimensioniert wirkt.
Der Yamaha PW-X3 liefert 85 Nm, der Akku fasst 720 Wh, und die Reichweite wird mit bis zu 140 km angegeben. Das sind solide Werte, aber keine Spitzenpositionen. Mit rund 26 kg bleibt auch das Haibike relativ schwer. Seine Stärke liegt daher nicht in maximaler Motorleistung oder besonders großer Energiereserve, sondern in der Kombination aus längerem Federweg und einem Preis von 2.599 €. Für Fahrer, die mehr Komfort an der Front suchen, ohne in die Preisklasse der Premium-Hardtails zu wechseln, ist diese Gewichtung plausibel.
Cube besitzt breitere Reifen, stärkere Bremsen und die hochwertigere Motor- und Schaltplattform, bleibt mit 120 mm Federweg aber etwas kürzer abgestimmt. Mondraker kombiniert ebenfalls 120 mm mit kräftigem Bosch-Antrieb und Vierkolbenbremsen, kostet jedoch 2.000 € mehr als das Haibike. Raymon bietet 720 Wh und 120 mm, setzt mit schmaleren Reifen und geringerem Drehmoment aber keinen ebenso klaren Komfortakzent. Orbea ist deutlich leichter, verzichtet dafür auf einen großen Akku. Das AllTrack gewinnt deshalb nicht als bestausgestattetes Rad, sondern als besonders nachvollziehbare Verbindung aus 130 mm Federweg und moderatem Preis.
8. Technik-Sieger
Cube Reaction Hybrid Pro 800 (94,0 TPI-Punkte)

Das Cube Reaction Hybrid Pro 800 gewinnt die Technikwertung mit der geschlossensten Komponentenwahl im Feld. Bosch Performance Line CX Gen5 mit 120 Nm trifft auf Shimano XT 12-fach, Shimano-MT420-Vierkolbenbremsen, 66-mm-Reifen und 120 mm Federweg. Diese Kombination betrifft genau die Bereiche, in denen sich ein anspruchsvolleres Hardtail technisch absetzen kann: Motorsteuerung, Schaltpräzision, Bremsreserve und Grip.
Der 800-Wh-Akku und die Herstellerangabe von 150 km liegen unter den größten Werten des Vergleichs, sind aber für lange Touren ausreichend dimensioniert. Mit rund 25,5 kg bleibt das Cube trotz des großen Akkus etwas leichter als mehrere Konkurrenten. Der Preis von 3.199 € ist höher als bei den günstigsten Modellen, lässt sich jedoch an konkreten Komponenten festmachen. Wer XT-Schaltung, Vierkolbenbremsen und die aktuelle Bosch-CX-Plattform tatsächlich nutzen möchte, bekommt einen nachvollziehbaren Mehrwert.
Mondraker bietet ebenfalls Bosch CX Gen5, 120 Nm und Vierkolbenbremsen, kostet mit 4.599 € aber deutlich mehr und bleibt bei der Schaltung unter XT. Ghost verbindet Bosch CX mit 800 Wh, setzt mit 100 mm Federweg und einfacher eingeordneten Komponenten jedoch weniger sportlich an. Scott nutzt ebenfalls Bosch CX und 120 mm, besitzt aber den kleineren Akku und eine weniger präzise ausgewiesene Ausstattung. Damit hat das Cube nicht in jeder Einzelkategorie den höchsten Wert, liefert aber den überzeugendsten Technikmix zum noch vertretbaren Preis.
9. Weitere Modelle aus dem Vergleich
Conway Cairon S 2.0 500 (92,0 TPI-Punkte)
Das Conway Cairon S 2.0 500 verpasst den Preis-Leistungs-Sieg nur knapp. Für 2.299 € bietet es Bosch Performance Line CX Smart System mit 100 Nm, Shimano Deore 10-fach, rund 120 mm Federweg und eine klassische 29-Zoll-Hardtail-Basis. In dieser Preisklasse ist vor allem der kräftige Bosch-Mittelmotor ein starkes Argument.
Der niedrige Preis verlangt jedoch einen klaren Kompromiss. 500 Wh und eine Herstellerangabe von 100 km bieten deutlich weniger Spielraum für lange Touren als größere Akkus. Die etwa 57 mm breiten Reifen und 180-mm-Bremsscheiben passen zum günstigen Gesamtpaket, setzen aber weder beim Komfort noch bei der Technik einen besonderen Akzent.
Gegenüber dem Ecobike RX500 spart das Conway 650 €, verzichtet dafür aber auf 460 Wh Akkukapazität, 30 Nm und deutlich breitere Reifen. Wer hauptsächlich kürzere Strecken fährt und möglichst günstig einen Bosch-CX-Hardtail sucht, kann mit dem Cairon die vernünftigere Wahl treffen. Für häufige lange Touren rechtfertigt das RX500 seinen Mehrpreis durch die erheblich größere Energiereserve.
Ghost E-Teru Advanced 2026 (89,8 TPI-Punkte)
Das Ghost E-Teru Advanced 2026 verbindet Bosch Performance Line CX Smart System mit einem 800-Wh-Akku und einer Herstellerangabe von 150 km. Damit besitzt es eine starke Grundlage für lange Touren und Fahrer, die bewusst ein Bosch-System mit großem Akku suchen.
Die Ausrichtung ist jedoch weniger sportlich als bei den technisch stärksten Modellen. 100 mm Federweg sind der niedrigste Wert in diesem Feld, und die als CUES beziehungsweise Deore ausgewiesene Schaltung sowie die hydraulischen Bremsen mit 180-mm-Scheiben bleiben unterhalb der klar definierten XT- und Vierkolben-Ausstattung des Cube. Für 3.499 € wäre ein deutlicherer Komponentenakzent wünschenswert.
Gegenüber Scott bietet Ghost den größeren Akku und die höhere deklarierte Reichweite, während Cube bei Fahrwerk, Reifen, Schaltung und Bremsen klarer auf anspruchsvolle Nutzung zielt. Das E-Teru passt zu Käufern, die Bosch CX und 800 Wh höher gewichten als maximalen Federweg oder eine besonders hochwertige Schaltgruppe.
BH Atom 29 (89,3 TPI-Punkte)
Das BH Atom 29 ist eine weniger offensichtliche Alternative zu den bekannten Bosch- und Yamaha-Modellen. Der Brose-basierte BH-Mittelmotor wird mit etwa 80 Nm angegeben, dazu kommen rund 720 Wh, 120 mm Federweg und eine klassische 29-Zoll-Plattform.
Der Preis von 2.999 € liegt im Mittelfeld. Dafür bietet das BH einen größeren Akku als mehrere leichte Modelle, bleibt mit etwa 25 kg aber noch unter den schwersten Rädern. Reifen um 57 mm und hydraulische Bremsen mit 180-mm-Scheiben sind zweckmäßig, geben dem Rad jedoch weder einen ausgeprägten Komfort- noch Technikvorteil.
Haibike bietet zum niedrigeren Preis mehr Federweg und eine klar ausgewiesene Deore-12-fach-Schaltung. Raymon besitzt eine ähnliche Akkugröße und vergleichbare Reifen, während Cube bei Motor, Schaltung und Bremsen deutlich höher ansetzt. Das Atom 29 ist damit vor allem für Käufer interessant, die bewusst ein BH mit großem Akku suchen und keine Spitzenwerte benötigen.
Scott Aspect eRIDE 920 (89,2 TPI-Punkte)
Das Scott Aspect eRIDE 920 setzt auf eine vertraute Kombination aus Bosch Performance Line CX Smart System, 29-Zoll-Laufrädern und 120 mm Federweg. Für Fahrer, die eine bekannte MTB-Marke und einen kräftigen Bosch-Mittelmotor suchen, ist das eine nachvollziehbare Ausgangsbasis.
Der Akku wird in diesem Vergleich mit rund 600 Wh geführt, die Reichweite mit bis zu 120 km. Damit bleibt das Scott hinter den großen 720- und 800-Wh-Modellen. Auch die als SRAM SX beziehungsweise Shimano ausgewiesene Schaltung und die Tektro-Bremsen sind weniger präzise positioniert als die Komponenten des Cube.
Ghost bietet mehr Akku und Reichweitenreserve, Cube die deutlich hochwertigere Schaltung und stärkere Bremsanlage. Scott hält mit 120 mm Federweg und einer klassischen Hardtail-Ausrichtung dagegen. Das Aspect eRIDE 920 passt deshalb eher zu markenbewussten Käufern mit moderatem Reichweitenbedarf als zu Fahrern, die maximale Technik fürs Geld suchen.
Orbea Urrun 30 2026 (88,9 TPI-Punkte)
Das Orbea Urrun 30 2026 verfolgt einen anderen Ansatz als die meisten Räder in diesem Ranking. Mit rund 21,9 kg ist es deutlich leichter. Shimano EP600 RS Gen2 MC mit 85 Nm, 120 mm Federweg und 29-Zoll-Laufräder zielen stärker auf ein reduziertes, sportlicheres E-MTB-Konzept.
Der 540-Wh-Akku und die Herstellerangabe von 120 km begrenzen die Reichweitenreserve, helfen aber beim niedrigeren Gewicht. Shimano CUES 9-fach und MT201-Bremsen sind funktional, gehören jedoch nicht zur technischen Spitze. Wer das Rad häufig tragen oder ein weniger massives E-MTB bewegen muss, kann den Gewichtsvorteil höher bewerten als einen sehr großen Akku.
Merida bietet ebenfalls einen Shimano-Mittelmotor, mehr Akkukapazität und zehn Gänge, wiegt aber spürbar mehr. Haibike ist günstiger und federt länger, während Orbea klar beim Gewicht gewinnt. Das Urrun ist deshalb keine schwächere Version der schweren Langstrecken-Hardtails, sondern eine Alternative für kürzere, sportlichere Einsätze.
Raymon HardRay 720 (88,7 TPI-Punkte)
Das Raymon HardRay 720 kombiniert einen Yamaha-Mittelmotor mit 720 Wh, 120 mm Federweg und 29-Zoll-Laufrädern. Diese Eckdaten passen zu Fahrern, die einen größeren Akku wünschen, aber nicht zwingend zur Bosch-CX-Plattform greifen möchten.
Mit etwa 75 Nm und rund 57 mm breiten Reifen bleibt das HardRay bei Motorreserve und Traktion unter den stärksten Kandidaten. Shimano CUES beziehungsweise Deore und hydraulische 180-mm-Bremsen ergeben eine solide, aber nicht besonders exklusive Ausstattung. Der Preis von 3.199 € ist deshalb nur dann leicht zu begründen, wenn die Yamaha-Plattform bewusst bevorzugt wird.
Haibike bietet für 600 € weniger einen ebenfalls von Yamaha angetriebenen Aufbau mit 130 mm Federweg und Deore 12-fach. BH liegt preislich näher und besitzt eine ähnliche Akkugröße. Raymon bleibt ein stimmiges Touren-Hardtail, hat im direkten Vergleich aber keinen klaren Einzelvorteil.
Mondraker Prime R 2026 (88,0 TPI-Punkte)
Das Mondraker Prime R 2026 ist der Premiumkandidat in diesem Feld. Bosch Performance Line CX Gen5 mit 120 Nm, 800 Wh, SRAM NX Eagle 12-fach und SRAM-DB8-Stealth-Vierkolbenbremsen ergeben eine leistungsfähige technische Basis. Hinzu kommt die markentypisch sportliche Hardtail-Ausrichtung.
Der Preis von 4.599 € verändert jedoch die Bewertung deutlich. Die Ausstattung ist hochwertig, aber nicht in jedem Punkt überlegen: Shimano XT im Cube ist höher positioniert als NX Eagle, und 120 mm Federweg sowie 800 Wh finden sich auch bei günstigeren Modellen. Wer Mondraker-Geometrie und Markencharakter gezielt sucht, kann den Aufpreis dennoch nachvollziehen.
Cube bietet ein ähnlich starkes Motor- und Bremspaket mit höherwertiger Schaltung für 1.400 € weniger. Ghost ist ebenfalls mit Bosch CX und 800 Wh ausgestattet, bleibt aber einfacher und komfortorientierter. Das Prime R ist somit eine bewusste Premiumwahl, kein Sieger nach reinem Daten-Gegenwert.
Merida eBIG.NINE 400 (87,2 TPI-Punkte)
Das Merida eBIG.NINE 400 ist ein klassisches 29-Zoll-Hardtail mit Shimano-System. Der EP6 liefert 85 Nm, der Akku fasst 630 Wh, und die Herstellerangabe liegt bei bis zu 130 km. Shimano CUES 10-fach und rund 120 mm Federweg ergeben einen vertrauten, unkomplizierten Aufbau.
Mit etwa 24,5 kg bleibt das Merida leichter als viele reichweitenstarke Modelle. Gleichzeitig reichen 630 Wh für viele Touren aus, ohne das Rad in die Gewichtsklasse der größten Akkus zu drücken. Die hydraulischen Shimano- beziehungsweise Tektro-Bremsen sind funktional, aber weniger klar spezifiziert als die Anlagen der Technikspitze.
Orbea ist mit demselben grundsätzlichen Shimano-Fokus deutlich leichter, besitzt jedoch den kleineren Akku. Scott bietet Bosch CX und einen ähnlichen Federweg, während Haibike günstiger ist und 130 mm Federweg mitbringt. Das eBIG.NINE 400 passt zu Käufern, die gezielt ein Merida mit Shimano-Antrieb suchen, wirkt bei 3.599 € im reinen Datenvergleich aber relativ teuer.
10. Spezifikation aller Modelle im Vergleich
| Modell | Preis | Motor | Drehmoment | Akku | Reichweite | Antrieb / Schaltung | Federweg der Gabel | Reifenbreite | Bremsen | Gewicht | Parametrischer Vorteil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ecobike RX500 | 2.949 € | Ananda M100, Mittelmotor | 130 Nm | 960 Wh | 175 km | Shimano Deore 10-fach, Kettenschaltung, Kette | 120 mm | 29”, 66 mm | hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm | 26,5 kg* | Drehmoment + Akku + Preis: 130 Nm, 960 Wh, 175 km und 120 mm Federweg bei 2.949 € |
| Cube Reaction Hybrid Pro 800 | 3.199 € | Bosch Performance Line CX Gen5, Mittelmotor | 120 Nm | 800 Wh | 150 km* | Shimano XT 12-fach, Kettenschaltung, Kette | 120 mm | 29”, 66 mm | Shimano MT420, 4-Kolben-Hydraulik-Scheibenbremsen | 25,5 kg* | Bosch-Benchmark: 120 Nm, 800 Wh, 120 mm und Shimano XT 12-fach bei 3.199 € |
| Haibike AllTrack 7 29 | 2.599 € | Yamaha PW-X3, Mittelmotor | 85 Nm | 720 Wh | 140 km* | Shimano Deore 12-fach, Kettenschaltung, Kette | 130 mm | 29”, 60 mm* | hydraulische Scheibenbremsen* | 26,0 kg* | Yamaha-Konkurrent: PW-X3, 720 Wh, 130 mm Federweg und sehr starker Preis |
| Orbea Urrun 30 2026 | 2.899 € | Shimano EP600 RS Gen2 MC, Mittelmotor | 85 Nm | 540 Wh | 120 km* | Shimano Cues 9-fach, Kettenschaltung, Kette | 120 mm | 29”, 60 mm* | Shimano MT201, hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm | 21,9 kg* | Leichtbau-Kontrast: 85 Nm, 120 mm und deutlich niedrigeres Gewicht |
| Merida eBIG.NINE 400 | 3.599 € | Shimano EP6, Mittelmotor | 85 Nm | 630 Wh | 130 km* | Shimano CUES 10-fach, Kettenschaltung, Kette | 120 mm* | 29”, 60 mm | Shimano / Tektro hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm | 24,5 kg* | Shimano-Benchmark: EP6 mit 85 Nm, 630 Wh und klassischer 29”-Hardtail-Plattform |
| Ghost E-Teru Advanced 2026 | 3.499 € | Bosch Performance Line CX Smart System, Mittelmotor | 100 Nm | 800 Wh | 150 km* | Shimano CUES / Deore*, Kettenschaltung, Kette | 100 mm | 29”, 60 mm* | hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm | 26,0 kg* | Bosch + Akku: CX-Motor, 800 Wh und 150 kg zulässiges Gesamtgewicht |
| Raymon HardRay 720 | 3.199 € | Yamaha PW-S2 / PW-X3*, Mittelmotor | 75 Nm | 720 Wh | 130 km* | Shimano CUES / Deore*, Kettenschaltung, Kette | 120 mm | 29”, 57 mm* | hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm | 25,0 kg* | Preis + Yamaha: 720 Wh, Yamaha-Mittelmotor und 29”-Hardtail-Plattform |
| Conway Cairon S 2.0 500 | 2.299 € | Bosch Performance Line CX Smart System, Mittelmotor | 100 Nm | 500 Wh | 100 km* | Shimano Deore 10-fach*, Kettenschaltung, Kette | 120 mm* | 29”, 57 mm* | hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm | 24,5 kg* | Bosch-Einstieg: CX-Motor mit 100 Nm als günstiger Antriebskraft-Kontrast |
| Scott Aspect eRIDE 920 | 3.299 € | Bosch Performance Line CX Smart System, Mittelmotor | 100 Nm | 600 Wh* | 120 km* | SRAM SX / Shimano*, Kettenschaltung, Kette | 120 mm | 29”, 60 mm* | Tektro, hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm | 25,5 kg* | Marken-Kontext: Bosch CX, 120 mm und 29”-Hardtail ohne Premium-Aufpreis |
| Mondraker Prime R 2026 | 4.599 € | Bosch Performance Line CX Gen5, Mittelmotor | 120 Nm | 800 Wh | 150 km* | SRAM NX Eagle 12-fach, Kettenschaltung, Kette | 120 mm | 29”, 60 mm* | SRAM DB8 Stealth 4-Kolben, hydraulische Scheibenbremsen | 25,9 kg* | Premium-Geometrie + Akku: Bosch CX Gen5, 800 Wh, 120 mm Federweg und sportliche Mondraker-Hardtail-Geometrie |
| BH Atom 29 | 2.999 € | BH 1E-36V / Brose-basiert*, Mittelmotor | 80 Nm* | 720 Wh* | 140 km* | Shimano Deore / CUES*, Kettenschaltung, Kette | 120 mm* | 29”, 57 mm* | hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm | 25,0 kg* | Akku-Alternative: 720 Wh und 29”-Hardtail als weniger offensichtlicher RX500-Konkurrent |
11. Angebote der Modelle in Online-Shops prüfen
Unser Blog finanziert sich unter anderem über Affiliate-Links und Rabattcodes. Wenn Sie über einen der folgenden Links zu einem Shop wechseln, können wir dafür eine Vergütung erhalten. Für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht. Die genannten Preise entsprechen dem Stand dieses Vergleichs und können sich im jeweiligen Shop ändern.
- Ecobike RX500 – 2.949 €
- Cube Reaction Hybrid Pro 800 – 3.199 €
- Haibike AllTrack 7 29 – 2.599 €
- Orbea Urrun 30 2026 – 2.899 €
- Merida eBIG.NINE 400 – 3.599 €
- Ghost E-Teru Advanced 2026 – 3.499 €
- Raymon HardRay 720 – 3.199 €
- Conway Cairon S 2.0 500 – 2.299 €
- Scott Aspect eRIDE 920 – 3.299 €
- Mondraker Prime R 2026 – 4.599 €
- BH Atom 29 – 2.999 €
12. Methodischer und technischer Hinweis
Dieser Artikel ist ein redaktioneller Datenvergleich und kein mehrwöchiger Praxistest. Aussagen zu Einsatzbereich, Komfort und technischer Eignung leiten wir aus den veröffentlichten Spezifikationen ab. Unabhängige Labor- und Dauertests finden Sie beispielsweise bei Stiftung Warentest.
Die Tabellenwerte beruhen auf öffentlich verfügbaren Herstellerinformationen und Daten der verlinkten Online-Shops. Verglichen wurden die jeweils genannten Modellvarianten. Andere Rahmengrößen, Modelljahre oder Ausstattungsvarianten können abweichende Werte besitzen.
Die Preise wurden zum Zeitpunkt der Erstellung geprüft und können sich jederzeit ändern. Auch Komponenten können je nach Produktionsserie, Rahmengröße oder Händlerangebot abweichen. Vor dem Kauf sollte deshalb die konkrete Ausstattung im Shop kontrolliert werden.
Alle Reichweitenangaben sind Herstellerwerte und wurden nicht unter identischen Bedingungen gemessen. Die tatsächlich erreichbare Distanz hängt unter anderem von Temperatur, Strecke, Unterstützungsstufe, Fahrergewicht, Zuladung, Reifendruck und Fahrstil ab.
Falls Sie einen fehlerhaften oder nicht mehr aktuellen Parameter entdecken, senden Sie uns bitte die zugehörige Quelle. Wir prüfen den Hinweis und aktualisieren Tabelle sowie TPI-Ranking, sobald sich die Abweichung bestätigen lässt.