E-MTB-Hardtails mit 800-1000 Wh

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Verfasst von Thomas Schmidt

2026-06-11

VERGLEICH 2026: E-MTB-Hardtails mit großen Akkus von 800 bis rund 1.000 Wh

1. Für wen lohnt sich ein E-MTB-Hardtail mit großem Akku?

Diese Kategorie richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die regelmäßig auf Forstwegen, Schotter und festen Waldpfaden unterwegs sind, zugleich aber längere Touren planen. Ein großer Akku schafft dabei vor allem Spielraum: für Höhenmeter, höhere Unterstützungsstufen, Gegenwind oder einen ungeplanten Umweg. Wer dagegen fast ausschließlich kurze Strecken im Flachland fährt, trägt die zusätzliche Kapazität meist mit, ohne sie wirklich zu nutzen. Wer noch zwischen verschiedenen E-Bike-Kategorien abwägt, findet in unserer Übersicht aktueller E-Bike-Vergleiche den breiteren Einstieg.

Ein Hardtail verzichtet auf die Federung am Hinterbau. Das hält die Konstruktion vergleichsweise einfach und passt gut zu Touren, bei denen Effizienz und ein direkter Aufbau wichtiger sind als maximale Reserven auf groben Trails. Breite Reifen und eine Federgabel mit 120 bis 130 mm können viele Unebenheiten abfangen. Auf stark verblockten Strecken oder bei häufigen schnellen Abfahrten bleibt ein Fully dennoch die passendere Wahl.

Im Mittelpunkt dieses E-Bike-Hardtail-Vergleichs stehen Modelle mit etwa 800 bis 1.000 Wh. Räder mit 540, 625 oder 750 Wh sind bewusst als Gegenentwurf dabei. Sie zeigen, wann ein niedrigeres Gewicht oder ein deutlich günstigerer Preis mehr wert sein kann als die größtmögliche Kapazität. Welche Unterschiede zwischen 800 und 1.000 Wh beim E-MTB-Hardtail im Alltag tatsächlich relevant sind, erklären wir in einem eigenen Beitrag. Neben dem Akku zählen deshalb auch Motor, Bremsen, Antrieb, Federweg, Reifen und Gewicht.

Am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Bestwerte in einem Datenblatt zu sammeln. Ein gutes E-MTB-Hardtail muss zu den geplanten Strecken passen. Für lange Touren zählt ein anderer Mix als für kurze, sportliche Runden. Dabei lohnt sich auch der Blick darauf, wie ein großer Akku Gewicht und Fahrverhalten beeinflussen kann. Ebenso entscheidend ist, ob der Aufpreis eines teureren Modells tatsächlich in Komponenten steckt, die der Fahrer auch nutzt.

2. Liste der E-Bikes in unserem Vergleich

Radon Jealous Hybrid 9.0 800 – 3.799 €
Focus JARIFA² 6.8 800 Wh – 3.599 €
Cube Reaction Hybrid Race 800 – 3.499 €
Trek Powerfly+ 4 800 Wh Gen 5 – 3.499 €
Giant Fathom E+ – 3.399 €
Kellys Tygon R50 P 820 Wh – 2.999 €
Haibike AllTrack 6 800 – 2.995 €
Bergamont E-Revox Pro FMN – 2.899 €
Orbea Urrun 30 2026 – 2.899 €
Ecobike Core – 2.699 €
Conway Cairon S 2.0 625 – 2.199 €

3. Modell, das uns besonders aufgefallen ist

Ecobike Core E-MTB-Hardtail mit 1008-Wh-Akku

Beim Ecobike Core fällt zuerst die Kombination aus 1008 Wh, 100 Nm und einem Preis von 2.699 € auf. In dieser Preisklasse ist ein so großer Akku ungewöhnlich. Gleichzeitig bleibt die Ausstattung bodenständig: Das Rad will nicht mit einer besonders exklusiven Schaltgruppe glänzen, sondern möglichst viel Reichweite und eine passende Basis für Touren abseits des Asphalts bieten.


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4. Wie ist die TPI-Punktzahl zu lesen?

Der TPI ordnet Preis, technische Daten und Ausstattung innerhalb dieses Vergleichs. Er ersetzt weder einen Fahrtest noch eine Labormessung. Ein hoher Wert bedeutet deshalb nicht, dass ein Rad für jeden Einsatz die beste Wahl ist. Er zeigt vielmehr, wie viel Technik und Ausstattung ein Modell im Verhältnis zu seinem Preis mitbringt.

Bei E-MTB-Hardtails kann ein einzelner Spitzenwert leicht in die Irre führen. Ein großer Akku ist auf langen Touren hilfreich, macht ein Rad aber nicht automatisch ausgewogen. Dasselbe gilt für ein hohes Drehmoment. Erst zusammen mit einer passenden Übersetzung, ausreichenden Bremsen und einem zum Einsatz passenden Fahrwerk entsteht ein sinnvoller Aufbau.

Hardtails werden hier nicht nach den Maßstäben eines Enduro-Fullys beurteilt. Für diese Kategorie zählen vor allem Forstwege, Schotter, feste Trails und längere Strecken. Deshalb fließen neben Motor und Akku auch Federweg, Reifenbreite, Bremsen, Antrieb und Gewicht in die Bewertung ein.

Die Bezeichnung Hardtail-E-Bike-Testsieger ist in diesem Zusammenhang keine pauschale Qualitätsaussage. Preis-Leistungs-Sieger, Komfort-Sieger und Technik-Sieger beschreiben unterschiedliche Stärken. Ein Modell kann beim TPI weit vorn liegen, ohne in jeder dieser Rollen zu überzeugen. Umgekehrt kann ein Rad mit niedrigerem Gesamtwert eine klare Empfehlung für einen bestimmten Fahrertyp sein.

Bewertet wurden Preis, Motor, Drehmoment, Akku, Reichweite, Antrieb / Schaltung, Federweg der Gabel, Reifenbreite, Bremsen und Gewicht. Der beste Wert einer Kategorie erhielt die volle Punktzahl. Die übrigen Modelle wurden relativ dazu und nach der TPI-Methodik degressiv eingeordnet.

Lesen Sie, wie wir die Formel für die TPI-Berechnung entwickelt haben

5. TPI-Punktetabelle der verglichenen E-Bikes

PlatzModellPreisMotorDrehmomentAkkuReichweiteAntrieb / SchaltungFederweg der GabelReifenbreiteBremsenGewichtTPI-ScoreAuszeichnung
1Ecobike Core22,618,44,66107,75,828,86,692,5Preis-Leistungs-Sieger
2Conway Cairon S 2.0 6252519,54,64,77,87,75,81,98,86,692,4-
3Cube Reaction Hybrid Race 80019,819,54,65,39,195,82106,691,7Technik-Sieger
4Radon Jealous Hybrid 9.0 800192055,39,18,55,82106,691,4-
5Focus JARIFA² 6.8 800 Wh19,52055,39,17,75,82106,691,1-
6Bergamont E-Revox Pro FMN21,819,54,65,28,87,75,81,98,86,690,8-
7Kellys Tygon R50 P 820 Wh21,4194,45,49,47,75,81,98,86,590,6-
8Trek Powerfly+ 4 800 Wh Gen 519,82055,39,17,75,81,98,86,690,1-
9Giant Fathom E+20,1194,25,28,87,761,98,86,688,6Komfort-Sieger
10Haibike AllTrack 6 80021,417,34,25,39,17,75,81,98,86,588,4-
11Orbea Urrun 30 202621,818,44,24,47,57,45,81,98,8787,2-

6. Preis-Leistungs-Sieger

Ecobike Core (92,5 TPI-Punkte)

Preis-Leistungs-Sieger Ecobike Core

Das Ecobike Core gewinnt die Preis-Leistungs-Wertung, weil es die teuersten Bausteine eines reichweitenstarken E-MTBs zu einem ungewöhnlich niedrigen Preis bündelt. Der Panasonic GXM Ultimate liefert 100 Nm, der Akku fasst 1008 Wh, und der Hersteller nennt bis zu 180 km Reichweite. Für 2.699 € liegt das Rad damit unter vielen Modellen, die trotz höherem Kaufpreis bei 750 oder 800 Wh bleiben. Wer regelmäßig längere Touren fährt, viele Höhenmeter sammelt oder nicht nach jeder Ausfahrt laden möchte, bekommt hier besonders viel nutzbare Kapazität fürs Geld.

Auch der übrige Aufbau ist sinnvoll auf diesen Einsatzzweck abgestimmt. Shimano Deore 10-fach, rund 120 mm Federweg, 29-Zoll-Laufräder, etwa 66 mm breite Reifen und hydraulische Scheibenbremsen mit 203 / 203-mm-Scheiben bilden eine solide Basis für Waldwege, Schotter und lange Touren. Mit angegebenen 24,7 kg bleibt das Core trotz des sehr großen Akkus in einem Bereich, den mehrere deutlich teurere 800-Wh-Hardtails ebenfalls erreichen. Abstriche gibt es eher bei der Feinheit der Ausstattung: Die Schaltung ist einfacher als Eagle 90 Transmission oder Shimano XT, und bei den Bremsen ist der genaue Bremssattel weniger klar ausgewiesen. Das Core richtet sich daher nicht an Käufer, die jedes Bauteil möglichst hochwertig wählen möchten, sondern an diejenigen, die Akku, Motor und Reichweite höher gewichten.

Am nächsten kommt das Conway Cairon S 2.0 625 mit 92,4 TPI-Punkten. Es kostet nur 2.199 € und bietet ebenfalls einen Bosch Performance Line CX mit 100 Nm, bleibt mit 625 Wh und 110 km Herstellerangabe aber deutlich unter dem Core. Kellys ist mit 820 Wh, 95 Nm und 160 km Reichweitenangabe die ähnlichste Alternative, kostet jedoch 300 € mehr. Bergamont und Haibike liegen ebenfalls um 3.000 €, bieten aber entweder weniger Akku oder weniger Drehmoment. Cube und Radon sind bei Schaltung und Bremsen klar hochwertiger, spielen preislich jedoch in einer anderen Liga. Genau deshalb bleibt das Core in dieser Gruppe der schlüssigste Kompromiss aus Preis, Motorleistung und Akkukapazität.

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7. Komfort-Sieger

Giant Fathom E+ (88,6 TPI-Punkte)

Komfort-Sieger Giant Fathom E+

Beim Giant Fathom E+ steht nicht die größte Akkukapazität im Mittelpunkt, sondern die Abstimmung für unruhige Waldwege und längere Strecken mit wechselndem Untergrund. Mit 130 mm besitzt es den längsten Federweg im Vergleich. Zusammen mit 29-Zoll-Laufrädern, 61-mm-Reifen und einem angegebenen Gewicht von 24,5 kg entsteht ein Hardtail, das Unebenheiten an der Front besser abfangen kann, ohne unnötig schwer zu werden. Gerade Fahrer, die regelmäßig auf wurzeligen Wegen, Schotterpassagen und weniger gepflegten Forstwegen unterwegs sind, dürften von dieser Ausrichtung am meisten profitieren.

Der Giant SyncDrive Pro 2 liefert 85 Nm, der Akku fasst 750 Wh, und die Reichweite wird mit bis zu 140 km angegeben. Shimano CUES U6000 10-fach und Shimano MT200 mit 180 / 180-mm-Scheiben sind funktional, aber nicht auf Spitzenniveau. Für 3.399 € bezahlt man deshalb weder für die größte Reichweite noch für die edelste Schaltgruppe. Der Mehrwert liegt in der Kombination aus 130 mm Federweg, moderater Masse und einer Geometrie, die stärker auf Komfort und Kontrolle als auf maximale Effizienz ausgelegt ist. Wer häufig lange, steile Abfahrten fährt, sollte allerdings die einfachere Bremsanlage in seine Entscheidung einbeziehen.

Focus und Cube bieten stärkere Bosch-CX-Motoren, breitere Reifen und aufwendigere Bremsen, bleiben mit 120 mm Federweg aber etwas konservativer abgestimmt. Das Kellys Tygon R50 P bietet mit 820 Wh mehr Reichweite, wiegt jedoch rund ein Kilogramm mehr. Radon und Focus besitzen klar bessere Vierkolbenbremsen, kosten aber ebenfalls mehr. Giant gewinnt die Komfortwertung daher nicht, weil es in jeder Disziplin vorne liegt, sondern weil kein anderes Modell im Feld 130 mm Federweg mit einem ähnlich moderaten Gewicht verbindet.

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8. Technik-Sieger

Cube Reaction Hybrid Race 800 (91,7 TPI-Punkte)

Technik-Sieger Cube Reaction Hybrid Race 800

Beim Cube Reaction Hybrid Race 800 ist die Komponentenwahl besonders konsequent. Der Bosch Performance Line CX mit 100 Nm bildet die Basis, doch den Technik-Sieg sichern vor allem SRAM Eagle 90 Transmission, Magura-Louise-Bremsen mit 203 / 203-mm-Scheiben und etwa 66 mm breite Reifen. Diese Kombination deckt genau die Bereiche ab, in denen Unterschiede auf anspruchsvolleren Strecken spürbar werden können: präzise Gangwechsel unter Last, mehr Bremsreserve und zusätzlicher Grip. Kein anderes Rad im Vergleich verbindet diese drei Bausteine in derselben Form.

Der 800-Wh-Akku, die angegebene Reichweite von 150 km, 120 mm Federweg und rund 24,8 kg ergeben dazu eine ausgewogene Grundlage für lange Touren und sportlichere Einsätze. Für 3.499 € ist das Cube kein günstiges Rad, der Mehrpreis steckt jedoch sichtbar in konkreten Komponenten und nicht nur im Markennamen. Wer eine hochwertige Schaltung und kräftige Bremsen tatsächlich nutzt, bekommt ein stimmiges Gesamtpaket. Wer dagegen vor allem möglichst viel Akku fürs Geld sucht, wird bei günstigeren Modellen besser bedient.

Der engste technische Rivale ist das Radon Jealous Hybrid 9.0 800 mit Bosch CX Gen5, 120 Nm, Shimano XT 12-fach und Shimano XT BR-M8220. Wer ein durchgehend auf Shimano abgestimmtes Rad bevorzugt, kann das Radon sogar attraktiver finden, zahlt dafür aber 300 € mehr. Das Focus JARIFA² 6.8 800 Wh bringt ebenfalls 120 Nm, breite Reifen und starke Vierkolbenbremsen mit, bleibt bei der Schaltung jedoch unter Cube und Radon. Trek nutzt denselben kräftigen Bosch-Motor, setzt bei Antrieb und Bremsen aber einfacher an. Das Cube gewinnt deshalb nicht wegen eines einzelnen Bestwerts, sondern weil Motor, Schaltung, Bremsen und Reifen am geschlossensten zusammenpassen.

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9. Weitere Modelle aus dem Vergleich

Conway Cairon S 2.0 625 (92,4 TPI-Punkte)

Das Conway Cairon S 2.0 625 liegt nur 0,1 TPI-Punkte hinter dem Preis-Leistungs-Sieger. Der Grund ist einfach: Für 2.199 € erhält man einen Bosch Performance Line CX mit 100 Nm, Shimano Deore 10-fach, 120 mm Federweg und ein 29-Zoll-Hardtail. Die 57 mm breiten Reifen und hydraulischen Bremsen mit 180 / 180-mm-Scheiben sind eher zweckmäßig als luxuriös, passen aber zum Preis.

Der Kompromiss steckt im 625-Wh-Akku und in der Reichweitenangabe von 110 km. Gegenüber dem Ecobike Core spart das Conway 500 €, bietet dafür jedoch erheblich weniger Kapazität. Für kürzere Touren und Fahrer, die zu Hause problemlos laden können, ist das Cairon deshalb sehr attraktiv. Wer regelmäßig lange Strecken plant, wird den größeren Akku des Core eher nutzen.

Das Conway ist die vernünftigste Wahl für Käufer, die möglichst günstig einen Bosch-CX-Hardtail möchten. Es verliert die Auszeichnung nicht wegen einer grundlegenden Schwäche, sondern weil der kleine Akku in diesem stark auf Reichweite ausgerichteten Vergleich stärker ins Gewicht fällt.

Radon Jealous Hybrid 9.0 800 (91,4 TPI-Punkte)

Das Radon Jealous Hybrid 9.0 800 ist eines der sportlichsten Räder im Vergleich. Bosch CX Gen5 mit 120 Nm, Shimano XT 12-fach und Shimano XT BR-M8220 als Vierkolbenbremse bilden eine Ausstattung, die auch bei anspruchsvolleren Strecken nicht wie ein Sparpaket wirkt. 800 Wh, 120 mm Federweg und 66-mm-Reifen runden das Rad ab.

Mit 3.799 € ist das Radon zugleich das teuerste Modell im Feld. Der Preis lässt sich vor allem mit Motor, Schaltung und Bremsen begründen. Wer diese Komponenten wirklich fordert, bekommt einen nachvollziehbaren Mehrwert. Für gemütliche Forstwegtouren bleibt ein günstigeres Modell jedoch die vernünftigere Rechnung.

Im direkten Vergleich mit dem Cube bietet das Radon mehr Drehmoment und ein konsequentes Shimano-Paket. Der Technik-Titel ging knapp an das Cube, doch die Entscheidung ist eher eine Frage der bevorzugten Komponenten als ein großer Qualitätsabstand.

Focus JARIFA² 6.8 800 Wh (91,1 TPI-Punkte)

Das Focus JARIFA² 6.8 800 Wh wirkt weniger spektakulär als Cube oder Radon, ist aber sehr ausgewogen. Der Bosch Performance Line CX Gen5 mit 120 Nm trifft auf 800 Wh, 120 mm Federweg, 66-mm-Reifen und Shimano-MT420-Vierkolbenbremsen mit 203 / 203-mm-Scheiben. Mit rund 24,4 kg gehört es zudem zu den leichteren Bosch-CX-Modellen der Spitzengruppe.

Der sichtbarste Kompromiss ist Shimano CUES 10-fach. Die Schaltung passt zum Einsatz, liegt aber unter XT oder Eagle 90 Transmission. Bei 3.599 € hätte eine höher positionierte Gruppe besser zur übrigen Ausstattung gepasst. Dafür bietet das Focus eine starke Bremsanlage und ein Gewicht, das trotz 800 Wh im Rahmen bleibt.

Das JARIFA² ist für Käufer interessant, die einen kräftigen Bosch-Motor, breite Reifen und gute Bremsen als Paket suchen. Es gewinnt keine einzelne Rolle, weil Cube und Radon bei der Schaltung mehr bieten und günstigere Räder beim Preis punkten. Als ausgewogener Allrounder bleibt es dennoch weit vorn.

Bergamont E-Revox Pro FMN (90,8 TPI-Punkte)

Beim Bergamont E-Revox Pro FMN ist der Preis das stärkste Argument. Für 2.899 € gibt es einen Bosch Performance Line CX mit 100 Nm, 750 Wh und 120 mm Federweg. Shimano Deore / CUES, 57-mm-Reifen und hydraulische Bremsen mit 180 / 180-mm-Scheiben halten die Ausstattung auf einem vernünftigen, aber klar preisbewussten Niveau.

Im Vergleich mit dem günstigeren Conway bietet das Bergamont mehr Akkukapazität und eine höhere Reichweitenangabe. Kellys und Haibike liegen preislich ähnlich, besitzen jedoch 820 beziehungsweise 800 Wh. Dafür bringt das Bergamont den stärkeren Bosch-CX-Motor als das Haibike mit. Die Entscheidung hängt also davon ab, ob Motor oder Akku höher gewichtet werden.

Für Fahrer, die unter 3.000 € einen Bosch-CX-Hardtail suchen, ist das E-Revox Pro FMN gut positioniert. Die schmaleren Reifen und die einfacheren Komponenten begrenzen seine technische Rolle, machen es aber nicht unpassend für Touren auf festen Wegen und Schotter.

Kellys Tygon R50 P 820 Wh (90,6 TPI-Punkte)

Das Kellys Tygon R50 P 820 Wh legt den Schwerpunkt auf Reichweite, ohne die 3.000-Euro-Marke deutlich zu überschreiten. Der Panasonic GX Ultimate liefert 95 Nm. Dazu kommen 820 Wh, eine Herstellerangabe von 160 km, Shimano CUES U6000 10-fach und 120 mm Federweg.

Gegenüber Bergamont und Haibike bietet das Kellys den größten Akku und die höchste Reichweitenangabe. Mit rund 25,5 kg ist es allerdings auch das schwerste dieser drei Modelle. Reifen um 60 mm und hydraulische Bremsen mit 180 / 180-mm-Scheiben sind passend, setzen aber keinen besonderen technischen Akzent.

Das Tygon passt zu Fahrern, die mehr Akkukapazität als bei vielen Bosch-Modellen möchten und mit einem Panasonic-Antrieb gut leben können. Es ist weder der leichteste noch der technisch aufwendigste Kandidat. Seine Stärke liegt in der unaufgeregten Kombination aus 820 Wh, 95 Nm und einem Preis von 2.999 €.

Trek Powerfly+ 4 800 Wh Gen 5 (90,1 TPI-Punkte)

Das Trek Powerfly+ 4 bringt mit dem Bosch Performance Line CX Gen5 und 120 Nm eine starke Motorbasis mit. Der 800-Wh-Akku, 120 mm Federweg und 29-Zoll-Laufräder passen gut zu langen Touren. Bei Schaltung und Bremsen bleibt Trek mit Shimano CUES 10-fach und hydraulischen Tektro-Bremsen einfacher als mehrere direkte Konkurrenten.

Für 3.499 € bezahlt man deshalb auch für die Powerfly-Plattform und die Marke. Das Focus bietet in einer ähnlichen Klasse breitere Reifen und klar ausgewiesene Vierkolbenbremsen. Cube und Radon legen bei der Schaltung nach. Trek hält mit seinem kräftigen Motor und einem insgesamt unkomplizierten Aufbau dagegen.

Das Powerfly+ 4 ist sinnvoll für Käufer, die bewusst ein Trek mit aktuellem Bosch-CX-System suchen. Im rein technischen Vergleich fehlt jedoch der eine Baustein, der den Preis gegenüber den besser ausgestatteten Rivalen eindeutig erklärt.

Haibike AllTrack 6 800 (88,4 TPI-Punkte)

Das Haibike AllTrack 6 800 bietet für 2.995 € einen 800-Wh-Akku, 120 mm Federweg und 62-mm-Reifen. Der Bosch Performance Line PX liefert 85 Nm. Shimano CUES U6000 10-fach und Tektro M280 mit 180 / 180-mm-Scheiben zeigen, dass Haibike hier eher auf einen bezahlbaren Touren-Hardtail als auf ein besonders sportliches Topmodell zielt.

Kellys bietet zum nahezu gleichen Preis mehr Akku und eine höhere Reichweitenangabe. Bergamont wiederum hat mit Bosch CX und 100 Nm die stärkere Motorbasis. Das AllTrack liegt dazwischen: mehr Kapazität als das Bergamont, aber weniger Motorleistung, und eine einfachere Ausstattung als die teuren Bosch-CX-Gen5-Räder.

Für lange Touren auf moderaten Strecken kann diese Mischung völlig ausreichen. Wer steile Anstiege oder technisch anspruchsvollere Abfahrten plant, findet bei den stärkeren Motoren und Bremsanlagen der Konkurrenz mehr Reserven.

Orbea Urrun 30 2026 (87,2 TPI-Punkte)

Orbea verfolgt mit dem Urrun 30 einen anderen Ansatz als die meisten Räder in diesem Vergleich. Mit rund 21,9 kg ist es deutlich leichter. Dafür fällt der Akku mit 540 Wh kleiner aus, und die Reichweite wird mit 100 km angegeben. Der Shimano EP600 RS Gen2 MC liefert 85 Nm, ergänzt von CUES 9-fach, 120 mm Federweg und etwa 60-mm-Reifen.

In einem Vergleich, der große Akkus stark gewichtet, startet das Urrun zwangsläufig mit einem Nachteil. Sein niedrigeres Gewicht kann jedoch wichtiger sein, wenn das Rad häufig getragen wird, kürzere sportliche Runden im Vordergrund stehen oder ein agileres Gesamtkonzept gesucht wird. Die Shimano-MT201-Bremsen und die 9-fach-Schaltung zeigen zugleich, dass der Fokus nicht auf maximaler Komponentenklasse liegt.

Das Urrun ist deshalb kein schlechteres Hardtail, sondern eines mit einer anderen Priorität. Für lange Touren mit viel Motorunterstützung gibt es passendere Modelle. Wer Gewicht und ein reduziertes Konzept höher bewertet als 800 oder 1.000 Wh, sollte es nicht allein wegen des TPI-Platzes aussortieren.

10. Spezifikation aller Modelle im Vergleich

ModellPreisMotorDrehmomentAkkuReichweiteAntrieb / SchaltungFederweg der GabelReifenbreiteBremsenGewichtParametrischer Vorteil
Ecobike Core2.699 €Panasonic GXM Ultimate, Mittelmotor100 Nm1008 Wh180 km*Shimano Deore 10-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm*29”, 66 mm*hydraulische Scheibenbremsen 203/20324,7 kg*Akku + Preis: 1008 Wh, Panasonic GXM 100 Nm und 29”-Hardtail bei 2.699 €
Cube Reaction Hybrid Race 8003.499 €Bosch Performance Line CX BDU384Y, Mittelmotor100 Nm800 Wh150 km*SRAM Eagle 90 Transmission 12-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm27,5/29”, 66 mm*Magura Louise, hydraulische Scheibenbremsen, 203/203 mm24,8 kg*Marken-Benchmark: 800 Wh, Bosch CX, SRAM Eagle 90 Transmission und Magura Louise
Haibike AllTrack 6 8002.995 €Bosch Performance Line PX, Mittelmotor85 Nm800 Wh150 km*Shimano CUES U6000 10-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm*29”, 62 mm*Tektro M280, hydraulische Scheibenbremsen, 180/180 mm25,5 kg*Preisnaher 800-Wh-Vergleich: Bosch PX, 800 Wh und Shimano CUES nahe an der Core-Preisklasse
Kellys Tygon R50 P 820 Wh2.999 €Panasonic GX Ultimate, Mittelmotor95 Nm820 Wh160 km*Shimano CUES U6000 10-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm29”, 60 mm*hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm25,5 kg*Panasonic-Alternative: 95 Nm, 820 Wh und ähnlicher Preisbereich wie Core
Trek Powerfly+ 4 800 Wh Gen 53.499 €Bosch Performance Line CX Gen5, Mittelmotor120 Nm800 Wh150 km*Shimano CUES 10-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm29”, 60 mm*Tektro, hydraulische Scheibenbremsen, 203 mm25,0 kg*Markenakku: 800 Wh, Bosch CX Gen5 und Trek Powerfly-Plattform bei ca. 3.499 €
Giant Fathom E+3.399 €Giant SyncDrive Pro 2, Mittelmotor85 Nm750 Wh140 km*Shimano CUES U6000 10-fach, Kettenschaltung, Kette130 mm29”, 61 mmShimano MT200, hydraulische Scheibenbremsen, 180/180 mm24,5 kgAlternativer Antrieb: 750 Wh, Yamaha-basierter SyncDrive Pro 2 und 130 mm Federweg
Focus JARIFA² 6.8 800 Wh3.599 €Bosch Performance Line CX Gen5, Mittelmotor120 Nm800 Wh150 km*Shimano CUES 10-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm29”, 66 mmShimano MT420, 4-Kolben-Hydraulik-Scheibenbremsen, 203/203 mm24,4 kg800 Wh + Erweiterung: Bosch CX Gen5, 800 Wh und optionale Zusatzreserve über Bosch PowerMore
Radon Jealous Hybrid 9.0 8003.799 €Bosch Performance Line CX Gen5, Mittelmotor120 Nm800 Wh150 km*Shimano XT 12-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm29”, 66 mm*Shimano XT BR-M8220, 4-Kolben-Hydraulik-Scheibenbremsen 180/180 mm24,5 kg*Preis-Leistung im Markenfeld: 800 Wh, Bosch CX Gen5, Shimano XT und 4-Kolben-Bremsen
Bergamont E-Revox Pro FMN2.899 €Bosch Performance Line CX Smart System, Mittelmotor100 Nm750 Wh140 km*Shimano Deore / CUES*, Kettenschaltung, Kette120 mm29”, 57 mm*hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm25,0 kg*Günstiger Marken-Kontext: Bosch CX, 750 Wh und 120 mm Federweg deutlich unter vielen 800-Wh-Modellen
Conway Cairon S 2.0 6252.199 €Bosch Performance Line CX Smart System, Mittelmotor100 Nm625 Wh110 kmShimano Deore 10-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm29”, 57 mm*hydraulische Scheibenbremsen 180/180 mm24,5 kg*Bosch-Preisanker: CX-Motor und 29”-Hardtail deutlich günstiger, aber mit klar kleinerem Akku
Orbea Urrun 30 20262.899 €Shimano EP600 RS Gen2 MC, Mittelmotor85 Nm540 Wh100 kmShimano CUES 9-fach, Kettenschaltung, Kette120 mm29”, 60 mm*Shimano MT201, hydraulische Scheibenbremsen21,9 kg*Leichtbau-Kontrast: deutlich kleinerer Akku, aber sehr niedriges Gewicht und sportlicher 29”-Hardtail-Charakter

11. Angebote der Modelle in Online-Shops prüfen

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12. Methodischer und technischer Hinweis

Dieser Artikel ist ein redaktioneller Vergleich öffentlich verfügbarer Fahrraddaten. Er basiert nicht auf mehrwöchigen Praxistests. Solche Tests finden Sie unter anderem bei Stiftung Warentest.

Die Tabellenwerte beruhen auf Herstellerangaben und Daten aus Online-Shops. Sie wurden für die jeweils aufgeführten Modellvarianten zusammengetragen und dienen der technischen Einordnung innerhalb dieses konkreten Vergleichsfeldes.

Die Preise wurden zum Zeitpunkt der Erstellung des Spezifikationsvergleichs geprüft. Rabatte, Verfügbarkeit und Verkaufspreise können sich im Laufe der Zeit ändern.

Auch die genannten Reichweiten sind deklarative Vergleichswerte und keine unter identischen Bedingungen gemessenen Testergebnisse. Die tatsächlich erreichbare Distanz hängt unter anderem von Strecke, Temperatur, Unterstützungsstufe, Fahrergewicht, Reifendruck, Beladung und Fahrstil ab.

Wenn Sie vermuten, dass ein Parameter nicht korrekt zugeordnet wurde, schreiben Sie uns bitte mit einer belastbaren Quellenangabe. Wir prüfen die Information und aktualisieren Tabelle sowie TPI-Ranking bei Bedarf.

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